Shelby und Miles testen Ford-Fahrzeuge unter extremen klimatischen Bedingungen

Köln (ots)

Im Klima-Windkanal-Testzentrum von Ford kommen zwei Roboter zum Einsatz. Ziel ist die Verringerung der physischen Belastungen für die menschlichen Testfahrer
Die Roboter haben „Beine“ zur Betätigung von Gas, Brems- und Kupplungspedalen. Greifarme dienen zum Gangwechsel sowie zum Starten und Stoppen des Motors
Ford setzt auch weiterhin auf reale Fahrzeugtests

Das hochmoderne Klima-Windkanal-Testzentrum von Ford in Köln-Merkenich war selten so ausgelastet wie in diesen Tagen. In der Kölner „Wetterfabrik“ werden extreme Fahrbedingungen simuliert, die in der realen Welt aufgrund von aktuell geltenden Reisebeschränkungen nicht oder nur schwer umsetzbar wären. Die Tests sind so realistisch, dass selbst erfahrene Ingenieure an ihre körperlichen Grenzen geraten und früher oder später ermüden oder sich unwohl fühlen könnten, wenn sie zum Beispiel Höhentests realisieren. Aus diesem Grund hat Ford nun zwei Roboter rekrutiert, die vom Team auf die Namen Shelby und Miles* getauft wurden. Die beiden neuen Kollegen sind zwar eher schweigsam, funktionieren aber – ohne zu ermatten – auch unter extremen Klimabedingungen. So können Shelby und Miles klaglos im Temperaturbereich von -40°C bis +80°C sowie in extremen Höhenlagen arbeiten. Außerdem lassen sie sich flexibel auf unterschiedliche Fahrstile programmieren.

Die „Beine“ der gelb lackierten Roboter betätigen Kupplung, Gas und Bremse, bewegliche Greifarme dienen zum Gangwechsel sowie zum Starten und Stoppen des Motors. Shelby und Miles sollen die menschlichen Testfahrer insbesondere in Höhensimulationen entlasten, bei denen es darauf ankommt, dass der Test mehrmals perfekt reproduziert werden kann. Hinzu kommt: Für menschliche Fahrer sind bei Windkanaltests – vor allem wenn dabei große Höhen simuliert werden – zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, so zum Beispiel die Bereitstellung von Sauerstoff-Flaschen und medizinischer Ausrüstung. Außerdem muss ein Sanitäter vor Ort sein, der den Gesundheitszustand des Fahrers kontinuierlich überwacht. Shelby und Miles dagegen sind selbstgenügsam, sie brauchen weder Sauerstoff noch einen Sanitäter.

Dieses Video zeigt Shelby und Miles im Einsatz: https://youtu.be/ozL4CkniZq0

Ob Sibirien, Sahara oder die Alpen: Im Klima-Windkanal-Testzentrum wird die volle Funktionalität von Ford-Fahrzeugen unter klimatischen Extrembedingungen erprobt. Die Anlage ermöglicht Simulationen von bis zu 5.200 Metern, dies entspricht der Höhenlage des Basis-Camps auf der Mount Everest-Nordseite. Überdies lassen sich Temperaturen von minus 40°C bis plus 55°C programmieren sowie eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent erzeugen. Technisch gesehen ist das Klima-Windkanal-Testzentrum im John-Andrews-Entwicklungszentrum von Ford zugleich der heißeste, kälteste, nasseste und höchste Ort in Westeuropa.

„Die beiden neuen Roboter sind eine willkommene Ergänzung für das Team, denn sie absolvieren die anspruchsvollen Ausdauertests in großen Höhen und bei feuchter Hitze völlig ermüdungsfrei“, sagt Frank Seelig, Supervisor, Wind Tunnel Testing, Ford of Europe. „Sobald Shelby oder Miles auf dem Fahrersitz platziert wurden, können wir auch Tests über Nacht realisieren, ohne dass wir uns Sorgen machen müssten, dass sie schlapp machen könnten. Und ein Sandwich oder eine Toilettenpause benötigen diese Kollegen ebenfalls nicht“.

Ford setzt aber auch weiterhin auf reale Fahrzeugtests an europäischen Standorten und auf der ganzen Welt, darunter am Großglockner in Österreich und in der besonders schneereichen Region Arjeplog in Schweden.

* Carroll Shelby und Ken Miles waren die Schlüsselfiguren bei der Entwicklung des legendären Ford GT40-Rennfahrzeugs, das 1966 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Shelby war auch bekannt für seine Beteiligung an der Entwicklung von Ford Mustang-Modellen sowie weiteren modifizierten und getunten Fahrzeugen, die seinen Namen tragen.

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Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter .

Pressekontakt:

Isfried Hennen
Ford-Werke GmbH
0221/90-17518
ihennen1@ford.com

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